Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer, Landesrat Dr. Christian Dörfel, OÖ Städtebund-Vorsitzender Bgm. Dietmar Prammer und OÖ Gemeindebund-Präsident Bgm. Christian Mader haben gemeinsam die „Betreuungsarchitektur 2040“ zur Zukunft der Pflege und Betreuung in Oberösterreich präsentiert.
Eines ist klar: Die demografische Entwicklung und die gesellschaftlichen Veränderungen machen ein „Weiter wie bisher" im Bereich Begleitung, Betreuung und Pflege unmöglich. Unser gemeinsames Ziel ist es daher, eine gute Betreuung und Pflege auch in Zukunft bedarfsgerecht, leistbar für den Einzelnen und finanzierbar für die öffentliche Hand sicherzustellen.
Mit der Betreuungsarchitektur 2040 setzen wir einen wesentlichen Schritt innerhalb der OÖ Pflegestrategie 2040. Im Mittelpunkt steht dabei ein klarer Grundsatz: „So viel Selbstständigkeit wie möglich, so viel Unterstützung wie nötig.“
Selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter
Gemeinsam mit Städte- und Gemeindebund wurde in den vergangenen Monaten ein flexibles „Baukastensystem“ entwickelt, das unterschiedliche Betreuungs- und Pflegeformen bündelt und den regionalen Trägern sozialer Hilfe künftig als Grundlage für die Weiterentwicklung der Angebote dient.
Ziel ist es, den Menschen ihren Wunsch zu erfüllen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und gleichzeitig Angehörige sowie professionelle Dienste gezielt zu entlasten.

Die nächsten Schritte
Die Betreuungsarchitektur 2040 ist dabei kein Abschluss, sondern der Start eines langfristigen Entwicklungsprozesses. In den kommenden Monaten werden unter anderem:
- neue Betreuungsmodelle gestartet,
- digitale Lösungen im Pflegebereich weiter ausgebaut,
- bestehende Angebote modernisiert und vernetzt sowie
- der neue Bedarfs- und Entwicklungsplan für Oberösterreich erarbeitet
Dazu zählen beispielsweise neue Modelle gemeinschaftlicher Betreuung, der Ausbau wohnortnaher mobiler Versorgung, Kurzzeit- und Übergangspflegeangebote, digitale Informations- und Leitsysteme sowie die Weiterentwicklung der Alten- und Pflegeheime zu Kompetenzzentren.
Gemeinsame Verantwortung
Eine gute Begleitung, Betreuung und Pflege kann nur gelingen, wenn Land, Städte, Gemeinden, Trägerorganisationen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Angehörige, die Betroffenen selbst sowie die Gesellschaft insgesamt gemeinsam Verantwortung übernehmen.
IDie Betreuungsarchitektur 2040 bildet einen wichtigen Wegweiser für die kommenden Jahre – nun gilt es, die erarbeiteten Maßnahmen gemeinsam Schritt für Schritt umzusetzen.
Nähere Informationen, eine Übersicht über Projekte und Modelle sowie den Abschlussbericht finden Sie unter: betreuungsarchitektur.ooe.gv.at
