Gmunden, 29. Mai 2008 – Gestern Abend wurde in Gmunden der Innovationspreis der österreichischen Altenpflege 2008 vergeben. Er stand unter dem Motto: "Das Heim als Netzwerk" und zeichnet zukunftsweisende Projekte in der Altenpflege aus.

Der 1. Preis ging an die Sozialdienste Götzis, Vorarlberg, Platz 2 an das Haus Gustav Klimt des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser und Platz 3 an das Haus St. Josef am Inn, Tirol. Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen des 10. Kongresses der Führungskräfte der Österreichischen Altenpflege im Kongresszentrum Toscanapark statt, an dem an die 600 Heim- und Pflegedienstleitungen teilgenommen haben.

Der dritte Innovationspreis der österreichischen Altenpflege wurde gestern Abend in Gmunden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung des 10. Österreichischen Kongresses für Führungskräfte aus der Altenpflege vergeben. Der Kongress am 28. Und 29. Mai in Gmunden steht unter dem Titel "Heute 66 – morgen 99 – was nun?". Er befasste sich mit Brücken im sozialen Netzwerk. Anbieter sozialer Dienstleistungen müssen sich in Zukunft mehr denn je der Aufgabe stellen, Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und ihre Potentiale im Sinne einer Vernetzung weiterzuentwickeln. Neue Konzepte, strukturelle und organisatorische Anpassungen sind gefragt. Das Altenheim der Zukunft wirkt als Sozialzentrum in seinem regionalen Umfeld sowie als Netzwerkpartner im Gesundheits- und Sozialsystem. Kooperationen mit Krankenhäusern, ÄrztInnen, Überleitungspflege, Sozialberatungsstellen und mobilene Diensten fördern effiziente und am Menschen orientierte Lösungen. An die 600 Führungskräfte aus der Altenpflege setzten sich mit international namhaften ReferentInnen wie Prof. Dr. Hilarion Petzold, Architekt Eckhard Feddersen, Pater Anselm Grün u.v.a. mit visionären Ideen, Projekten und Lösungen auseinander. Organisiert wurde der überaus erfolgreiche Kongress von der ARGE der Alten- und Pflegeheime Oberösterreichs in Zusammenarbeit mit Lebenswelt Heim, dem Dachverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs.
An diesen zukünftigen Herausforderung der Altenpflege orientierte sich auch das Motto des Innovationspreises 2008 "Das Heim als Netzwerk". Der Bogen der eingereichten Projekte spannte sich von sozialen Kompetenzzentren der Heime in ihrer Region bis hin zu interdisziplinären und wissenschaftlichen Projekten gemeinsam mit einer Universität sowie das Heim als regionale Bildungswerkstatt.

Die ersten 3 Preise gingen, in dieser Reihenfolge, an die Sozialdienste Götzis GmbH., Vorarlberg, das Haus Gustav Klimt des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser und an das Haus St. Josef am Inn, Tirol. Insgesamt wurden 23 Projekte eingereicht und von einer unabhängigen Jury bewertet. Als JurorInnen engagierten sich sowohl namhafte Persönlichkeiten aus dem Altenpflegebereich wie aus der Wirtschaft, dem öffentlichen und politischen Leben.

Das Siegerprojekt "Haus der Generationen" der Sozialdienste Götzis GmbH wurde 2007 umgesetzt. Das Zusammenwirken zahlreicher Einrichtungen und Begegnungsräume für Jung und Alt fördern im Haus der Generationen das Zusammenleben der Generationen zum Vorteil aller. Das Heim für SeniorInnen im Haus der Generationen bietet betreutes Wohnen (selbständiges Wohnen in eigenen Wohnungen), Seniorenzimmer, in denen die BewohnerInnen nach einem Wohngemeinschaftsmodell zusammen leben, und ein Pflegeheim an. Ambulante und stationäre Pflege arbeiten Hand in Hand. Ebenso werden im Haus der Generationen Lern- und Freizeitbetreuung für Kinder und Jugendliche und Generationen übergreifende Projekte angeboten. Das Netzwerk umschließt noch viele weitere Einrichtungen und macht damit eine ganzheitliche und integrative Arbeitsweise sichtbar. Das Haus der Generationen wird wissenschaftlich durch eine Sozialkapitalstudie der OECD begleitet.

Das zweitgereihte Projekt, "Ethische Entscheidungen im Alten- und Pflegeheim" im Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, stellt die Vernetzung zwischen Wissenschaft - der Alpen-Adria Universität Klagenfurt - und Seniorenheimeinrichtungen in den Mittelpunkt. Im Arbeitsalltag von Alten- und Pflegeheimen sind MitarbeiterInnen häufig mit ethischen Fragestellungen konfrontiert. Insbesondere die Phase des Sterbens der BewohnerInnen sind mit wichtigen ethischen Entscheidungen verbunden. Diese wurden in transdisziplinären Forschungsprozessen bearbeitet. Die Auseinandersetzung führt zu Lerneffekten auf breiter Basis: Orientierung an den Bedürfnissen der BewohnerInnen sowie Gestaltung von Entscheidungsprozessen im Hinblick auf das Ernstnehmen der Werthaltungen und Wünsche der BewohnerInnen.

Der 3. Platz des Hauses St. Josef am Inn stellte das Heim als Bildungswerkstatt vor. Gemeinsam mit dem Ausbildungszentrum West (AZW) der Tiroler Landeskrankenanstalten GmbH (TILAK) hat das Haus St. Josef am Inn eine Bildungsbrücke gebaut, die eine optimale Theorie-Praxis- Verschränkung mit einem vielseitigen Nutzen ermöglicht. Auszubildende SchülerInnen der Pflegehilfe sowie der Diplomausbildung melden sich in der Schule für das Heim an und absolvieren den praktischen Ausbildungsabschnitt der Altenpflege, verbunden mit der gleichzeitig theoretischen Begleitung durch ihre eigenen Lehrpersonen im Haus St. Josef am Inn. Weiters erfreut sich das angebotene "Minipflegestudium" regional auch für pflegende Angehörige größter Beliebtheit.

Der Innovationspreis wird alle zwei Jahre von Lebenswelt Heim, dem Dachverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs, ausgeschrieben. Er hat das Ziel Innovationen in der österreichischen Heimlandschaft und Initiativen zur Weiterentwicklung der Dienstleistungsqualität in der Altenpflege fördern.

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Rückfragehinweis:

Lebenswelt Heim, Dachverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs Gabriele Tupy, Unternehmenskommunikation Ottakringer Straße 264, 1160 Wien
Mobil: 0699/ 11552578 E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Internet: www.lebensweltheim.at

ARGE Alten- und Pflegeheime Oberösterreich Martin König, Vorsitzender Mobil: 0664/2214213

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