Wien, 10. April 2008 - Ein Paradigmenwechsel in der Altenpflege! BM Dr. Erwin Buchinger übergab heute im Rahmen einer Festveranstaltung das goldene Ehrenzeichen der Republik an Prof. Erwin Böhm. Er gilt als Wegbereiter der modernen Altenpflege.

Diese feierte heute 25 Jahre Psychobiographisches Pflegemodell nach Prof. Erwin Böhm. "Aufleben statt Aufheben" sowie "Zuerst muss die Seele bewegt werden - erst dann der Körper", haben sich als zentrale Botschaften in der Altenpflege heute durchgesetzt.

Mit dem goldenen Ehrenzeichen der Republik wurde heute im Jugendstiltheater des Otto Wagner Spitals Prof. Erwin Böhm von BM Dr. Erwin Buchinger ausgezeichnet. BM Buchinger betonte den ganzheitlichen Zugang sowie die "Anamnesebetrachtung des gesamten Menschen", die das Lebenswerk von Prof. Böhm auszeichne. Prof. Böhm forderte auch in der heutigen Festveranstaltung wieder ein Umdenken im Gesundheitswesen. Heime und Gesundheitseinrichtungen müssten danach bezahlt werden, wie viele Menschen sie zur Gesundung begleiten
und genesen wieder nach Hause entlassen, nicht jedoch nach ansteigender Pflegestufe.

Als alternativer Ansatz in der Pflege desorientierter Menschen findet das Psychobiographische Pflegemodell nach Erwin Böhm heute international höchste Anerkennung. Es stellt einen ganzheitlichen und praxisbezogenen Weg für die Geriatrie und Gerontopsychiatrie dar und fördert ein vertiefendes Pflegeverständnis durch die intensive Auseinandersetzung  mit der individuellen Gefühlsbiographie wie der sozialgeschichtlichen Prägung der Betroffenen. Das Leben in Böhm-Heimen wird auf dieser Basis so weit als möglich dem früheren "normalen" Alltag der BewohnerInnen angeglichen um "Alltagsnormalität" und ein "Daheim-Gefühl" zu erzeugen. Oberstes Ziel der Böhm’schen Pflegephilosophie ist die "Seelenpflege" der alten Menschen. Aus der Praxis kommend hat Erwin Böhm damit maßgeblich zum Paradigmenwechsel von einer einseitig somatisch orientierten Pflege zu einer ganzheitlichen Sichtweise unter Einbeziehung der psychischen wie sozialen Bedürfnisse alter Menschen beigetragen. Arbeitspsychologische Untersuchungen belegen darüber hinaus eine signifikant niedrigere Burn-Out und Fluktuationsrate und höhere Arbeitszufriedenheit des Personals.

Zertifizierte Altenpflegeeinrichtungen, die sehr erfolgreich nach dem Böhm’schen Modell arbeiten, finden sich heute in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Luxemburg. Seit 2004 ist Lebenswelt Heim, der Dachverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs, Kopperationspartner des "Europäischen Netzwerkes für psychobiographische Pflegeforschung". Ziel sind die wissenschaftliche Weiterentwicklung und internationale Verbreitung des Modells. Angeboten werden Seminare und Praxisanleitungen mit einer Zertifizierung von Alten- und Pflegeeinrichtungen.

Zum psychobiographischen Pflegemodell sind auch zahlreiche Bücher von Erwin Böhm erschienen. Sie wenden sich ebenso an interessierte Laien wie an PflegeexpertInnen.

Keine Ausbildungsstätte im Altenpflegebereich, in der die Böhm’sche Theorie heute nicht gelehrt wird. Keine Lehre, die die Biografie heute nicht als Schlüssel zum Menschen begreift. Erwin Böhm war Wegbereiter, Provokateur, Missionar.

Rückfragehinweis:

Gabriele Tupy, Unternehmenskommunikation Lebenswelt Heim, Dachverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs Ottakringer Straße 264, 1160 Wien
Mobil: 0699/ 11552578E-Mail:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  Internet: www.lebensweltheim.at

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