Eine knochenstarke Initiative in Österreichs Alten- und Pflegeheimen 

Wien, 14. Oktober 2009 - Anlässlich des Weltosteoporosetages am 20. Oktober startet die Aktion gesunde Knochen in Kooperation mit Österreichs Alten- und Pflegeheimen die Initiative „Größe zeigen – Bruch vermeiden.“ Bei Größenmessungen der BewohnerInnen sollen mögliche Wirbelkörpereinbrüche aufgezeigt und einer ärztlichen Osteoporoseabklärung und Behandlung zugeführt werden. Mit diesem Angebot an die HeimbewohnerInnen sollen eine gute Lebensqualität bis ins hohe Alter wesentlich unterstützt und die enormen Folgekosten von osteoporosebedingten Brüchen nachhaltig eingedämmt werden. Wirbelkörperfrakturen sind EU-weit die am häufigsten auftretenden osteoporosebedingten Frakturen und gleichzeitig die am wenigsten diagnostizierten.

„Länger gesund leben im Heim ist uns ein wichtiges Anliegen“, so Mag. Johannes Wallner, Präsident von Lebenswelt Heim, dem Dachverband der Alten- und Pflegeheime Österreichs. Rund um den Weltosteoprosetag am 20. Oktober findet in Österreichs Alten- und Pflegeheimen daher eine Größenmessaktion in Kooperation mit der Aktion gesunde Knochen statt. Unter dem Titel „Größe zeigen – Bruch vermeiden“ sollen mögliche Wirbelkörpereinbrüche festgestellt werden. „Regelmäßig die Körpergröße zu kontrollieren, ist ein einfaches und probates Mittel. Wenn Sie feststellen, dass Sie kleiner geworden sind, gehen Sie zum Arzt und lassen Sie eine Osteoporoseabklärung durchführen!“, so der Osteoporosespezialist und medizinische Leiter der Aktion gesunde Knochen, Univ. Prof. Dr. Kurt Weber, der die Initiative wissenschaftlich überwacht. Bereits eine Größenminderung von 2 cm pro Jahr kann auf eine Wirbelkörperfraktur hinweisen. Die menschlich oftmals schlimmen wie volkswirtschaftlich teuren Folgen: Bewegungseinschränkungen,Schmerztherapien bis hin zur Pflegebedürftigkeit. Das forschende Arzneimittelunternehmen Roche Austria unterstützt die Aktion.  

Gesamtkosten für Wirbelkörperfrakturen pro Jahr: € 377 Millionen
Wirbelkörperfrakturen sind die häufigsten osteoporosebedingten Knochenbrüche und gleichzeitig die am wenigsten diagnostizierten. Bis 2050 sollen sie auf 37,3 Millionen Fälle EU-weit steigen (von 23,7 Millionen im Jahr 2000). Dabei wird nicht einmal die Hälfte klinisch untersucht, lediglich 8–33 % werden hospitalisiert. In zwei großen europäischen Osteoporose-Studien (EVOS, EPOS) wurden 14.000 PatientInnen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren regelmäßig untersucht. Das erschütternde Ergebnis war, dass bereits erlittene Wirbelkörperbrüche lediglich bei 25 % der Frauen und bei 0 % (!) der Männer diagnostiziert und bekannt waren.

In absoluten Zahlen entstehen in der EU Gesamtkosten für Wirbelkörperfrakturen in Höhe von € 377 Millionen pro Jahr. Setzt man die Krankenhauskosten für Wirbelfrakturen ins Verhältnis zu jenen für Hüftfrakturen, so betragen die Kosten für diese etwa 63 % der Kosten, die für Hüftfrakturen anfallen. Allein durch die Versorgung hüftgelenksnaher Frakturen im Akutbereich und in der anschließenden Rehabilitation werden in Österreich jährlich rund € 1,7 Milliarden aufgewendet. Bewusstseinsbildende Osteoporosekampagnen und Präventionsprogramme sollen vorkehrend wirken und die enormen Kosten eindämmen.

(Quellen: Österreichischer Osteoporosebericht 2007; Weber K et al, Osteoporosis International 2002)

Osteoporose kann jeden treffenIn Österreich sind rund 700.000 Menschen von Osteoporose betroffen. Sie kann grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten, die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, steigt jedoch mit zunehmendem Alter. Osteoporose entwickelt sich häufig unbemerkt und verursacht in den meisten Fällen erst dann Schmerzen, wenn ein Knochenbruch aufgetreten ist. Die Gefahr, weitere Frakturen zu erleiden, steigt mit jedem Bruch.Osteoporose hat oft schwere psychosoziale Folgen und führt zu deutlichen Einbußen der Lebensqualität, was unter anderem auf starke Schmerzen aufgrund von osteoporotischen Frakturen zurückzuführen ist. 

Am 20. Oktober ist Weltosteoporosetag - Wir tun etwas! 
Rund um den Weltosteoporosetag veranstaltet die Aktion gesunde Knochen neben der Größenmessaktion in Österreichs Alten- und Pflegeheimen zahlreiche Informationsveranstaltungen der regionalen Osteoporose Selbsthilfegruppen. Mit dieser wichtigen und beispielhaften Initiative soll ein Beitrag zur Verbesserung von Lebensqualität bis ins hohe Alter sowie zu einer nachhaltigen und kosteneffizienten Versorgung von Osteoporose PatientInnen geleistet werden. 

Rückfragehinweis:

Gabriele Tupy
Lebenswelt Heim, Unternehmenskommunikation
1160 Wien, Ottakringer Straße 264               
Mobil 0676 4444034                                   
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www.lebensweltheim.at

Monika Lindner-Dickman
Aktion gesunde Knochen, Projektleiterin "Größe zeigen - Bruch vermeiden" 
8042 Graz, Breitenweg 7c
Tel: 0316-48 32 48
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www.osteoporose.cc
www.aktiongesundeknochen.at